Aus diesem Jahr ist ein von Albert Christian Wilhelm Schultz erstelltes Musterbuch erhalten geblieben, das detaillierte Zeichnungen von typischen Metallarbeiten enthält- viele davon sind noch heute an historischen Gebäuden zu sehen.

Abb. Musterbuch

Johann Carl Heinrich Schultz stirbt früh. Sein ältester Sohn Albert Christian Wilhelm Schultz übernimmt die Firma. Unter seiner Leitung wächst das Unternehmen auf über 100 Mitarbeiter. 1894 führt die Firma die Ersteindeckung des Hamburger Rathauses mit umfangreichem Ornament- und Figurenschmuck aus.

Abb. Zeitungsartikel II

Johann Carl Heinrich Schultz entwickelt das „Schultz’sche Patentdach“, ein innovatives Flachdach mit internationalen Patenten, das den Brandschutz berücksichtigt. In diesem Jahr wird ebenfalls eine Rettungsleiter entwickelt. Beides Meilensteine in der langen Brandschutz-Tradition der Firma.

Abb. Amerikanische Patenturkunde 1894

Abb. Permanente Rettungsleiter Patentschrift

Nach einem schweren Sturm droht die Turmspitze der Hauptkirche „St. – Trinitatis“ in Altona abzustürzen. In einer spektakulären Aktion, nur über Leitern und von einem sogenannten „Bootsmannsstuhl“ aus, sichern Johann Carl Heinrich Schultz und sein Team den Turm und verhindern Schlimmeres. Aus Dankbarkeit schenkt die Gemeinde Altona der Firma ein silbernes Kaffeeservice.

 

Abb. Sicherung der Turmspitze

Abb. Bootsmannstuhl

Diederich Hieronimus Wilhelm Schultz (66) und sein Sohn Johann Carl Heinrich übernehmen das „Bleydecker“ -Geschäft von der Witwe Georg Repsolds. Von nun an trägt der Betrieb den Namen D. H. W. Schultz & Sohn.

Der Vater arbeitet weiter, während der Sohn die Firma modernisiert und um eine Bronzegießerei und Ornamentenfabrik erweitert. Viele Werke – z. B. an der Musikhalle – die heutige Laeiszhalle – prägen bis heute das Hamburger Stadtbild. Die Familientradition reicht jedoch bis ins 18. Jahrhundert nach Lübeck zurück, wo Nicolaus Ludewig Schultz als „Turmdecker“ bekannt war.

„Herr D. H. W. Schultz in Rostock“ wird als Mitglied des „Amtes“, nun „Corporation“ bezeichnet, genannt. Jetzt erscheinen die abgekürzten Vornamen in der uns, von dem Namen der Firma her, bekannten Reihenfolge: Diederich Hieronimus Wilhelm Schultz, kurz D. H. W. Schultz.

Der Feinmechaniker-Meister Georg Repsold übernimmt das Geschäft von seinem Schwiegervater David Christopher Mettlerkamp. Repsold entstammt einer bekannten Astronomen- und Instrumentenbauerfamilie. Er erweitert den Betrieb um den Geschäftszweig Haustechnik. (Einrichtung Wasserleitung / Heizapparate) .

Diederich Hieronimus Wilhelm Schultz aus Lübeck erhält in Hamburg seinen Meisterbrief als „Bley-, Kupfer- und Schieferdecker“ und wird 1823 Mitmeister in Urkunden des überregionalen Handwerksamts. Matthias Andreas Mettlerkamp findet als „Altmeister“ Erwähnung auf dem Meisterbrief des Diederich Wilhelm Hieronimus Schultz.

Abb. Meisterbrief von D.H.W. Schultz 1821

David Christopher Mettlerkamp zieht zur Befreiung Hamburgs in den Krieg gegen Napoleon (heute ist ihm aus Dankbarkeit eine Straße in Hamburg gewidmet – der Mettlerkampsweg.)

David Christopher Mettlerkamp übernimmt das Geschäft und veröffentlicht ein Buch über einen Blitzeinschlag in Harburg im April 1800.