D.H.W. Schultz & Sohn GmbH ist seit über 300 Jahren ein Teil von Hamburgs Geschichte. Das Unternehmen verbindet Tradition und Fortschritt und stellt sich mit Erfahrung und neuen Ideen den Herausforderungen der heutigen Zeit.
D.H.W. Schultz & Sohn GmbH arbeitet seit Jahrhunderten erfolgreich in den Bereichen Bauklempnerei/Dachbau, Haustechnik (Sanitär/Heizung/Kälte-Klima), Brandschutz (mit Herstellung eigener entwickelter Anlagen) und Blitzschutz.
Teamarbeit, handwerkliches Können und norddeutsche Werte prägen das Unternehmen bis heute. Allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben, gilt großer Dank.
Auch in Zukunft bleibt D.H.W. Schultz & Sohn GmbH seiner Historie treu :
qualitativ hochwertige Arbeiten im Bereich Dach, Haustechnik, Brandschutz und Blitzschutz für Hamburg und seine Menschen leisten,
dies natürlich heute auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit (Kupferdächer-Recycling, PV/Solar, Wärmepumpen oder Trinkwasserschützende Anlagen).

Ihre
D.H.W. Schultz & Sohn GmbH

Jürgen Mettlerkamp zieht nach Altona, das damals für seine Offenheit und Toleranz bekannt ist. Er ist der Vater des späteren Firmengründers Matthias Andreas Mettlerkamp.

Die erste gesicherte Erwähnung des „Bleydecker-Gewerbes“ von Matthias A. Mettlerkamp im Kirchenbuch „St. Jacobi“ erscheint. Dieses Jahr gilt als offizielles Gründungsdatum der Firma auch, weil Matthias A. Mettlerkamp zu diesem Zeitpunkt Bürger Hamburgs ist.

Abb. Matthias Andreas Mettlerkamp

Matthias A. Mettlerkamp unterschreibt als Meister die neuen Regeln „Neufassung der Articuln“ der Handwerkszunft. Zünfte sichern zu dieser Zeit Qualität, Ausbildung und soziale Unterstützung im Handwerk.

Matthias A. Mettlerkamp übernimmt von seinem Vater das Gewerbe als „Bleydecker-Meister“. Auch er engagiert sich stark in seiner Zunft.

Bei der Erneuerung der Turmspitze der „St. Jacobi“-Kirche in Hamburg schlägt der Gelehrte J. A. H. Reimarus den Einbau eines Blitzableiters vor. Man ist skeptisch.

Abb. konischer Blitzableiter

Nach einem Blitzeinschlag am „St.- Nicolai“-Turm installiert Matthias A. Mettlerkamp an der „St.- Jacobi“- Kirche in Hamburg den ersten Blitzableiter Europas.

Mit 19 Jahren wird David Christopher Mettlerkamp ausgezeichnet als Preisträger der „Hamburger Gesellschaft zur Förderung der Künste“ und Ehrenmitglied der „Patriotischen Gesellschaft“ sowie kurz darauf als Meister „Bley,-Kupfer-, Zink-, Schieferdächer“ der Handwerksinnung geführt.

Das Gewerbe wächst und zieht in die heutige Hamburger Innenstadt der Freien und Hansestadt Hamburg. Die neue Geschäftsadresse befindet sich in den „Lange Mühren 37“.

David Christopher Mettlerkamp übernimmt das Geschäft und veröffentlicht ein Buch über einen Blitzeinschlag in Harburg im April 1800.

David Christopher Mettlerkamp zieht zur Befreiung Hamburgs in den Krieg gegen Napoleon (heute ist ihm aus Dankbarkeit eine Straße in Hamburg gewidmet – der Mettlerkampsweg.)

Diederich Hieronimus Wilhelm Schultz aus Lübeck erhält in Hamburg seinen Meisterbrief als „Bley-, Kupfer- und Schieferdecker“ und wird 1823 Mitmeister in Urkunden des überregionalen Handwerksamts. Matthias Andreas Mettlerkamp findet als „Altmeister“ Erwähnung auf dem Meisterbrief des Diederich Wilhelm Hieronimus Schultz.

Abb. Meisterbrief von D.H.W. Schultz 1821

Der Feinmechaniker-Meister Georg Repsold übernimmt das Geschäft von seinem Schwiegervater David Christopher Mettlerkamp. Repsold entstammt einer bekannten Astronomen- und Instrumentenbauerfamilie. Er erweitert den Betrieb um den Geschäftszweig Haustechnik. (Einrichtung Wasserleitung / Heizapparate) .

„Herr D. H. W. Schultz in Rostock“ wird als Mitglied des „Amtes“, nun „Corporation“ bezeichnet, genannt. Jetzt erscheinen die abgekürzten Vornamen in der uns, von dem Namen der Firma her, bekannten Reihenfolge: Diederich Hieronimus Wilhelm Schultz, kurz D. H. W. Schultz.

Diederich Hieronimus Wilhelm Schultz (66) und sein Sohn Johann Carl Heinrich übernehmen das „Bleydecker“ -Geschäft von der Witwe Georg Repsolds. Von nun an trägt der Betrieb den Namen D. H. W. Schultz & Sohn.

Der Vater arbeitet weiter, während der Sohn die Firma modernisiert und um eine Bronzegießerei und Ornamentenfabrik erweitert. Viele Werke – z. B. an der Musikhalle – die heutige Laeiszhalle – prägen bis heute das Hamburger Stadtbild. Die Familientradition reicht jedoch bis ins 18. Jahrhundert nach Lübeck zurück, wo Nicolaus Ludewig Schultz als „Turmdecker“ bekannt war.

Nach einem schweren Sturm droht die Turmspitze der Hauptkirche „St. – Trinitatis“ in Altona abzustürzen. In einer spektakulären Aktion, nur über Leitern und von einem sogenannten „Bootsmannsstuhl“ aus, sichern Johann Carl Heinrich Schultz damals bereits 69 Jahre alt und sein Team den Turm und verhindern Schlimmeres. Aus Dankbarkeit schenkt die Gemeinde Altona der Firma ein silbernes Kaffeeservice.

 

Abb. Sicherung der Turmspitze

Abb. Bootsmannstuhl

Johann Carl Heinrich Schultz entwickelt das „Schultz’sche Patentdach“, ein innovatives Flachdach mit internationalen Patenten, das den Brandschutz berücksichtigt. In diesem Jahr wird ebenfalls eine Rettungsleiter entwickelt. Beides Meilensteine in der langen Brandschutz-Tradition der Firma.

Abb. Amerikanische Patenturkunde 1894

Abb. Permanente Rettungsleiter Patentschrift

Johann Carl Heinrich Schultz stirbt früh. Sein ältester Sohn Albert Christian Wilhelm Schultz übernimmt die Firma. Unter seiner Leitung wächst das Unternehmen auf über 100 Mitarbeiter. 1894 führt die Firma die Ersteindeckung des Hamburger Rathauses mit umfangreichem Ornament- und Figurenschmuck aus.

Abb. Zeitungsartikel II

Aus diesem Jahr ist ein von Albert Christian Wilhelm Schultz erstelltes Musterbuch erhalten geblieben, das detaillierte Zeichnungen von typischen Metallarbeiten enthält- viele davon sind noch heute an historischen Gebäuden zu sehen.

Abb. Musterbuch

D.H.W. war von 1906-1909 als „Kupferdecker für das Kirchendach und für den Turm“ an der Restaurierung des Hamburger Michels` beteiligt.

Abb. Wiederaufbau St. Michaelis

Der 1. Weltkrieg verlangt auch dem Betrieb D.H.W. Schultz alles ab.